Die Statistik Klausur

Ja, echt  – ihr lest richtig. Ich habe nach einer halben Ewigkeit wieder eine Kausur geschrieben. Eine Online-Klausur.

Aber von Anfang:

Also dieser Sprint hat mir so viel gebracht, nicht zuletzt auch der total interessante Austausch mit Mitstudenten, die sich gerade am gleichen Modul versuchten.

Dadurch bin ich vor zwei Tagen auch noch auf Stepik aufmerksam geworden. Ein Übungskatalog, zusammengestellt vom Modul-Tutor Leo, der, weil das Programm nicht mehr offiziell über die IUBH läuft, das privat weiter betreut. So viel schnelle(!) Reaktionen auf Fragen und so viel Übungsmaterial habe ich glaube ich noch nie gehabt.

Den Ablauf mit dem neuen Proctor-Anbieter für die Onlineklausur kannte ich ja noch gar nicht. Glücklicherweise hat mir eine nette Mitstudentin was darüber erzählt und mir einige Screenshots geschickt. Ich hatte nämlich total Sorge, dass ich aus Versehen plötzlich in die Onlineklausur gerate, ohne das zu wollen. Alptraum 🙂

Ich habe also auf der Proctor-Plattform mein Profil vervollständigt und über den Link „Probeklausur mit Proctor“ auch noch eine TB2 Probeklausur generiert. Denn ich habe mir eine neue externe Kamera besorgt. Da wollte ich unbedingt prüfen, ob das technisch alles funktioniert.

Die Probeklausur

4. Advent … Sonntag, alles so gemütlich und ich unter Hochspannung.

Als ich also alles vorbereitet hatte, hab ich die Probeklausur für die nächste halbe Stunde gebucht. Als es losging, wollte das System, dass ich Gotomeeting installiere. Die Proctorin war sehr nett und glücklicherweise hat sie verständlich gesprochen.  Sehr überrascht hat mich, dass diese ganzen Vorbereitungen mehr als 20 Minuten gebraucht haben. Den Termin hatte ich um 12:30 gebucht, um 12:15 Uhr hab ich auf den Link „Exam starten“ geklickt. Und dann hat dieser ganze Verifizierungs-Prozess doch glatt  bis 12:38 Uhr gedauert! Dann wurde die Probeklausur freigeschaltet. Technisch hat alles super funktioniert und ich hab mich dann eine halbe Stunde hingesetzt und was über den zentralen Grenzwertsatz und andere Dinge geschrieben. Einfach so um zu gucken, was mir alles sinnvolles einfällt. Dann habe ich die Klausur beendet und war eigentlich schon bedient für den Tag 🙂

Ach ja – bei der Probeklausur sind keine 2 Seiten Schmierpapier erlaubt. Ich muss die also weglegen :-D.

Bin danach eine halbe Stunde spazieren gegangen und bin dann nochmal die Gruppenaufgaben aus dem Sprint durchgegangen. Nach einem letzten Check, welche der vielen Formeln ich schon wieder vergessen habe, buchte ich schließlich die Klausur für die nächste volle Stunde um 16 Uhr.

Wer pünktlich schreiben will, muss also 15 Minuten vorher den Prozess beginnen. 15:45 Uhr, dann mal los.

Meine Statistikklausur

Mein Klausurschreibtisch

Der Packtisch hinter mir ...

Mein Schreibtisch ist perfekt aufgeräumt (Foto links) und meine ganzen Utensilien auf den Packtisch hinter mir abgelegt ( Foto rechts). Meine Kids wissen, dass sie nicht zu mir rein dürfen und hab sie nochmal gebeten, ihre Kämpfe nicht vor meiner Bürotüre abzuhalten. Nach dem Klick auf  „Exam starten“ schlägt mir mein Herz bis zum Hals. Aber sonst passiert erstmal nix. Ich hüpfe im Büro herum, um Stress abzubauen.

Nach 2 Minuten tut sich doch noch was. Ich soll Zoom herunterladen. Na super! Ich habe doch den ganzen Prozess mit GotoMeeting geprobt. Zoom hab ich schon, soll ich das jetzt nochmal runterladen? Ich klicke also trotzdem auf herunterladen und installieren. Danach passiert nix. Na toll. Nach einer Weile mache ich das gleiche nochmal. Aber es passiert wieder nix. Oh man also was soll ich denn jetzt tun? Wie bekomme ich Zoom zum Laufen? Nach dem dritten Versuch erscheint ein Link, mit dem ich eine Verbindung aufbauen kann. Tatsächlich –  ich höre eine weiblich klingende Stimme. Daher bin ich recht überrascht, als ich ein eindeutig männliches Gesicht sehe.

Der Proctor geht alles mit mir durch. Den Teil wo ich alles mit „ok“ für „habe ich verstanden“ bestätigen soll, verstehe ich nur zur Hälfte. Aber ist mir in dem Moment egal. Der wird die selben Regeln erzählen wie die Frau in der Probeklausur.

Schmierpapier habe ich wie angegeben 2 Seiten = 1 Blatt. Der Proctor fragt, wieso ich nur ein Blatt habe. Ich erkläre, dass 2 Seiten nicht zwei Blätter sind. Der Proctor meint ich darf zwei Blätter haben. Ich nehme mir also noch ein Blatt dazu. Nun habe ich 4 Seiten Schmierpapier. Hoffentlich gibt das keinen Ärger hinterher 😉 . Schließlich gibt er das Passwort zur Freischaltung der Klausur ein. Es ist ziemlich genau 16 Uhr.

Aber das Passwort ist falsch. Er entschuldigt sich vielmals und versucht es gefühlt noch weitere 10 mal, bis es beim 11. mal dann endlich klappt. Puh. Es ist 16:07 Uhr.

Die Klausur

Ich gehe die MCs durch von oben bis unten. Bis auf eine habe ich keine Probleme. Aber nach der 3. MC habe ich plötzlich Hunger. Na toll. Ich habe doch gefrühstückt. Naja, es ist nach 16 Uhr. Da ist es wohl kein Wunder, dass ich Hunger habe. Nur kann ich das jetzt gar nicht gebrauchen. Hätte ich doch vorhin beim Durchmarsch durch die Küche ein paar mehr Trauben gegessen…. Ich versuche das Gefühl im Magen durch 3 Schluck Wasser zu eliminieren. Klappt nicht so ganz, aber ich reisse mich zusammen und konzentriere mich. Die Angst, dass die nächste Aufgabe eine sein wird, die mich wie ein Ochs vorm Berg stehen lässt, sitzt mir beständig im Nacken. Immerhin bekomme ich keine Panik. Das liegt aber nur daran, dass ich zu jeder Aufgabe was weiß. Als ich bei einer Teilaufgabe der vielen 6 Punkte-Aufgaben unsicher bin, lasse ich sie weg und scrolle mal nach unten. Ich will wissen wie die 10 Punkte Frage aussieht. Und ich bekomme große Augen beim Überfliegen. Die kenne ich. Das ist eine aus der Musterklausur. Eine die nicht ging, weil sie einen Fehler hat und die Lösung hatte ebenso Fehler. Ich denke, das kann ja wohl nicht sein!

Ok, ich scrolle wieder hoch. Es sind noch zwei oder drei 6-Punkte und eine  8-Punkte Aufgabe offen, die muss ich jetzt zuerst machen. Mein Schmierpapier benutze ich und ich bin froh darum. Denn das gibt mir etwas Sicherheit und ein vertrautes Gefühl. Ich visualisiere, male eine nette Normalverteilung und schreibe die wenigen Rechnungen, die es gibt mal hin.

Schließlich lese ich die letzte Aufgabe Nr. 21 mit den 10 Punkten einmal langsam durch. Aha – die Aufgabe wurde korrigiert! Ich bin wirklich froh, dass ich mich gerade mit dieser hübschen Musterklausuraufgabe etwas intensiver beschäftigt habe. Und so kann ich sie lösen.

Tatsächlich kam eigentlich, bis auf vielleicht 2 oder 3 Aufgaben keine dran, wo gerechnet werden musste. Und diese Rechnungen waren dann auch eher bescheiden. Was nicht heißt, dass ich mich nicht vielleicht doch verrechnet habe. Denn im Verrechnen bin ich wirklich gut! Daher tippe ich jede noch so primitive Rechnung in den Online-Taschenrechner ein und hoffe, dass der Proctor das nicht mitbekommt.

5 Minuten vor dem Ende der Klausur bin ich fertig. Auch mit der Teilaufgabe, wo ich nicht weiß, ob meine Antwort richtig ist. Da habe ich wirklich bis jetzt keine Ahnung. Ich gehe die MC nochmal durch. Für die offenen Fragen ist dazu keine Zeit mehr. Ich bin jetzt auch ziemlich platt. Offenbar habe ich die letzten 90 Minuten vergessen zu atmen.

Die Klausur gibt sich selber ab und der Proctor quatscht mich voll. Ich verstehe irgendwie nichts und ich habe Probleme sein geschwafel nicht einfach nur als rauschen wahrzunehmen. Eine Frage wiederholt er dreimal und ich kapiere nicht was er von mir will. Ich antworte irgendwas, weil ich kann ihn doch nicht unendlichmal bitten, die Frage zu wiederholen. Er ist dann zufrieden, aber ich glaube es war nicht die Antwort auf seine Frage. Dann kommt die nächste Frage. Bei der dritten Wiederholung macht es klick. Da war irgendwas mit Scratch dabei. Mein Schmierzettel. Aha. Vielleicht will er ihn sehen. Ich halte ihn in die Kamera. Er wiederholt nochmal die Aufforderung, ihn zu zerreissen. Jetzt hab ich es geschnallt. Datenvernichtung im 21. Jahrhundert. Wahnsinn. Wie effektiv.

Ich habe nun einen kleinen Haufen an größeren Papierschnipsel in der Hand. Wie affig ist das denn? Kann ich doch wieder zusammenkleben wenn ich will. Aber der Proctor ist zufrieden und ich darf die Verbindung beenden.

GESCHAFFT! Gefühlt rutsche ich unter meinen Schreibtisch vor Erleichterung. Ich bin mit 100% Sicherheit nicht durchgeflogen.

Ich schwebe aus meinem Büro in die Küche. Wo sind die Trauben?

Beim Kauen überlege ich, ob ich die Aufgaben ausführlich genug beantwortet habe. Die Sorge überkommt mich, ob ich auch wirklich die Fragen beantwortet habe. Aber da ich sowieso nichts mehr ändern kann, schwebe ich weiter ins Wohnzimmer und beginne Chats mit meinen Leidensgenossinnen.

Fazit

Ich sollte nicht mehr vergessen eine Stunde vor einer Klausur eine Kleinigkeit zu essen. Ansonsten – die Klausur war machbar und ich habe einige Fragen wiedererkannt, die aus den Musterklausuren stammen. Der Schwierigkeitsgrad war, gemessen an den Aufgaben im Sprint  oder auch dem Repetitorium deutlich einfacher.  Wer die Repetitoriumsaufgaben rechnen kann und versteht warum dies oder jenes gemacht wird, der kann die Klausur gut schaffen.

Generell ist meine Vorgehensweise immer: Lass Dir von drei verschiedenen Leuten die gleiche Problematik erklären. Das geht prächtig mit youtube. Meist habe ich die Thematik dann kapiert und ich verstehe auch das Skript.

Nun bin ich natürlich gespannt, was ich alles für Böcke geschossen habe. Wir werden sehen.

Jetzt muss ich mich an Qualitätssicherung und dieses Computer-Training machen. Ausserdem liebäugle ich mit dem Gedanken, den IOBP1-Sprint im Januar mitzumachen, als Wiederholung. Hab alles davon vergessen. Weiß aber nicht, ob das geht.

 

Marketing Klausur

Waaaaaaaahhhhhhh – ich hab sie weggehauen. Und ich hoffe, sie kommt nicht wieder!

Das war heute aber auch so was von anstrengend. Ich hatte ja gedacht, ich schau mir tagsüber das Zeug nochmal friedlich an …  die Lücken und so. Und dann schreibe ich gegen 17:00 Uhr.

Falsch gedacht. Ich hatte den ganzen Tag meinen Sohn an mir hängen. Und da dachte ich dann schon so ab 9 Uhr, dass ich das nicht bis 17 Uhr aushalte. Es ist ja sowas von schwer, geduldig zuzuhören, wenn man tierisch nervös ist. Und mein Sohn ist aktuell leider sehr speziell…. der Hammer.  Ich habe also meinen Plan geändert und die Klausur auf 12 Uhr vorgezogen. Jeder Versuch mich kurz mal ins Skript zu vertiefen schlug fehl: „Mama, sagst du mir dann Bescheid, wenn die Klausur fertig ist?“ ,  „Mama, vergisst du das auch nicht?“ ,  „Mama, wenn du um x Uhr anfängst, wann kann ich dann wieder zu dir rein?“ ,  „Mama, wenn du dich um x Uhr noch nicht gemeldet hast, kann ich dann reinkommen?“ ,  „Mama, kann ich Dich was fragen?“ ,  „Mama, wenn ich deinen Wecker im Handy um x Uhr stelle, klingelt der dann auch im Flugmodus?“ ( TUT ER !) ,  „Mama, bist du nervös?“ , „Mama, kann ich dich während der Klausur nicht anrufen?“ , „Mama, was ist , wenn dein Büro-Telefon klingelt?“ usw.  puuuuh…. Zuvor hat er mir natürlich noch geholfen, meine Arbeit besonders effizient und schnell zu erledigen…. Zwischenzeitlich wusste ich nicht mehr, wer hier eigentlich nervös ist. Mein Sohn oder ich…?

Schließlich kam mein Mann und es war schon fast 12 Uhr:

Klausurbericht

Mein Mann und mein Sohn helfen noch, alle Spickzettelmöglichkeiten wegzuräumen und den Schreibtisch frei zu machen. Heute schreibe ich das erste mal auf meinem MacBook. Habe keine andere Möglichkeit: Meinem Arbeits-PC vertraue ich seit dem Festplatten-Crash nicht mehr, mein ehemaliger Buchhaltungsrechner hat keinen Monitor mehr – den hat mein Sohn. Ausserdem mag ich mein MacBook sowieso viel lieber als die PCs.

Als der Proctor sich meldet, nach nur 30 Sekunden Wartezeit ( Wow!) , werfe ich meinen Sohn und meinen Mann aus dem Büro. Immerhin hat mein Sohn jetzt eine genaue Zeitinformation. 100 Minuten gibt er mir jetzt Zeit ….

Der Proctor will meinen Pass sehen und den Raum. Er ist nicht auf Spickzettel-Suche. Aber selbst wenn, ich habe keine. Nirgends. Denn diese 2 Skripte Marketing sind so umfangreich, dass ich gar nicht wüsste, was ich alles auf einem theoretischen Spickzettel haben sollte.

Die Klausur ist so schnell freigeschaltet, dass ich das beinahe nicht mitbekomme. Es ist so schwer, von diesem „wer will alles was von mir“-Modus in einen Klausur-Modus umzuschalten. Vermutlich bilde ich mir das ein, aber es fällt mir immer schwerer. Leider habe ich total kalte Hände, Marke schweisskalt,  so das ich gar nicht richtig tippen kann. Ich lese also die Fragen und knete meine Finger und versuche zu verstehen um was es geht. Das Gefühl, die ganze Klausur noch vor mir zu haben und nicht zu wissen, was für Fragen noch kommen, finde ich besonders unangenehm. Früher hatte ich das gar nicht. Ich frage mich, ob es Strategien gibt, diesem Gefühl keinen Raum zu geben. Ich habe eigentlich keine Strategien, ausser Konzentration und den Willen, das zu schaffen. Schätze, wenn ich 20 Jahre jünger wäre, dann wäre das ganze angenehmer.

Bei zwei offenen Fragen ploppt ein fettes Fragezeichen auf.  Leider ist da eine 10 Punkte Frage dabei. Aber egal, ich schreibe irgendwas, auch bei der Frage bei der ich echt nichts weiss. Ich habe aber auch Glück und profitiere bei einer anderen Frage davon, dass ich mich gestern Abend noch mit der Percept Analogy Theorie beschäftigt habe. Dabei stehe ich generell mit all diesen komischen Theorien auf Kriegsfuß und besonders mit deren Namen. Meine Schemata im Gehirn stelle ich mir als Schubladen vor. Wo Schubladen vorhanden sind, kann ich prima neues Wissen dazu packen. Aber wenn keine Schublade für Theorie XYZ da ist, hey – wie schaffe ich dann das neue Wissen in meinem Hirn zu verankern? Im Grunde ist das die Hauptschwierigkeit, wenn man mit 40+ studiert.

30 Minuten vor Schluss quatscht mich der Proctor an, ob ich jetzt die Klausur abgeben will. „Hä?“ „Nein!!!!“ Er meint aber ich hätte sie abgegeben. Ich verneine und sehe beunruhigt auf die Zeitanzeige die normal weiterläuft. Bin ich jetzt schon so doof, dass ich nicht mehr mitbekomme, dass ich die Klausur abgegeben habe? Aber da bemerkt der Proctor, dass er mich verwechselt hat. Offenbar schreiben zeitgleich zwei Julias. Na toll. Er entschuldigt sich und sagt ich kann weiterschreiben. Das mache ich auch. Ich schreibe irgendeinen Schmarrn über Sekundärdaten ( keine Ahnung was damit gemeint ist und will ich jetzt auch nicht mehr wissen). Ich habe noch Zeit alles nochmal durchzulesen und tatsächlich noch MCs zu korrigieren…. hoffentlich nicht falsch.

30 Sekunden vor Ende gebe ich die Klausur ab und benachrichtige den Proctor  „NOW, I’m totally aber sowas von gefinished.“ Der freut sich und checkt meinen Mac. Es ist geschafft. Puh –  wieder einmal verschärfte Bedingungen. Ich fand es sehr nervig, mit diesen „heute letzte Möglichkeit zur Online-Klausur“- Gedanken im Nacken. Und dazu noch die aktuellen Umstände.

Klausur geschafft und ich gefühlt 10 kg leichter geworden!

Und weiter …

Wunderbar, dieses Marketing zu den fertigen Modulen zu packen. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ich nicht durchgefallen bin.

Eigentlich wollte ich Qualitätsmanagement und Finanzierung machen. Tatsächlich aber ist es wirklich eine Überlegung wert, ob ich nicht  alle noch offenen BWL Module mache und dann alle offenen Informatikmodule. Ich muss da mal drüber schlafen. Hat alles seine Vor-und Nachteile.

Hach – wie schön ist das doch nach einer Klausur, vor allem, wenn an dem Modul nicht das Herz hing. Ich bin jetzt sowas von tiefenentspannt 🙂

BKLR Klausur

Ich dachte schon ich werde das BKLR Modul ewig nicht los. Und Schuld war daran die Möglichkeit der Online-Klausur. Denn echt ein Nachteil ist, dass man die Klausur einfach und problemlos vor sich her schieben kann. Und BKLR ist dafür prädestiniert: es ist einfach nicht möglich die ganzen beiden Skripte in Perfektion im Gehirn zu haben! Also fühlt man sich auch nie klausurreif. Jedenfalls ging mir das so. Der Grund, warum ich die Klausur jetzt doch  geschrieben habe war, dass ich einfach nicht mehr in diese Skripte schauen wollte. Ich hatte es jetzt so über, dass ich mir dachte “ Hey – egal, weg jetzt mit der Klausur, sch…. auf die Note, sch … auf meinen sch…. Perfektionsdrang.“ Sorry für die vielen sch…..  – aber das ist es, was ich fühlte. Und jetzt habe ich es getan und wenn ich nicht überall total daneben gelegen habe, dann sollte ich auch bestanden haben. Aber eins garantiere ich Euch: Ich werde nicht ins Skript schauen, um zu sehen, was ich alles verbockt habe. Ich schaue da erst wieder ein, nachdem die Note online ist.

Und hier der Klausurbericht:

Leider hatte ich ja einen Festplattenschaden an meinem „Klausur-PC“ – der geht zwar noch mit der gespiegelten Platte, aber auch die ist mittlerweile 5 Jahre ( Dauerbetrieb!) alt und ich habe kein Vertrauen mehr. Und es wäre der Super-Gau, wenn während der Klausur ein Bluescreen auftritt und die zweite Festplatte abnippelt. Also habe ich mir den Arbeitsplatz meiner Buchhalterin zu eigen gemacht. Ausserdem hatte die Hoffnung, dass der „buchhalterische Geist“ meiner Buchhalterin auf mich überspringt …. 😀

Musste zuerst noch eine Menge aus dem Weg räumen. Papierablageteile, Kabel, Schubladen, Hängeordner. Schließlich war alles leer, nur mein Stiftehalter für die Positionierung des iPhones war noch da. Teamviewer aus. Also konnte es losgehen. Und ich musste nicht mal 5 Minuten warten. Echt super.

Zu Beginn will die Proctorin unter anderem sehen, ob ich nicht Spickzettel unter der Tastatur versteckt habe. Hab ich aber nicht. Also wird die Klausur freigeschaltet und ich fange an. Insgesamt kann ich mit den meisten Fragen was anfangen. Leider mit der 10 Punkte -Frage aus BKLR1 nicht. Ich schiebe die, wie auch 2 MC-Aufgaben von BKLR1 an das Ende der Klausur. BKLR2 ist auch ok – hier habe ich Probleme mit der 8 Punkte-Aufgabe. Irgendwann mitten in der Klausur ploppt der Chat auf. Die Proctorin kann mich nicht mehr sehen. Ich denke  „Hä, was meint die denn?“ Ich bin so in BKLR versunken, dass ich Probleme habe, in die Realität zu kommen. Ich ziehe aber den richtigen Schluss, dass das mit dem Überwachungs- iPhone zusammenhängen muss. Also gucke ich da drauf, sehe die Proctorin und schreibe verwundert „I can see you“. Sie schreibt, ich soll die Monitoring – App neu starten. Puh – ihr werdet lachen, aber ich finde es schwer, die App zu schließen und wieder neu zu starten. Glücklicherweise bin ich sofort wieder verbunden. Das hat nicht länger als eine knappe Minute gedauert. Bin froh, dass das so schnell ging und hoffe, dass es keine negativen Auswirkungen haben wird. Es ist aber nicht so ganz einfach, wieder in die Klausur einzusteigen. Schließlich bin ich durch und habe noch 33 Minuten. Ich versuche mich also an der 10- Punkte-Aufgabe. Schließlich meine ich zu wissen, wie die Antwort lauten könnte und was die von mir wollen. Allerdings modifiziere ich meinen Weg nach und nach, da mir so Stück für Stück wieder einfällt, wie der Rechenweg sein müsste. Leider weiss ich nicht mehr, wie die Zuschlagsätze berechnet werden. Na toll. Ich probiere ein paar Varianten durch und entscheide mich für die, die mir im Stress am plausibelsten erscheint. Ich schätze mal das war falsch, aber egal – so ein paar Punkte werde ich da schon bekommen. Und weil ich keine Lust habe mich die nächsten drei Tage über mich zu ärgern, werde ich das auch nicht im Skript nachlesen.

Ich werde mit allen Aufgaben gerade so fertig, Zeit zum nochmal durchlesen und Fehler korrigieren habe ich nicht. Trotzdem:  Ich bin einfach froh, dieses Modul fertig zu haben. Es ist wirklich total interessant, aber Klausur darüber zu schreiben ist einfach richtig blöd.

Der Online-Taschenrechner ist leider etwas nervig. Man muss  sich das Ergebnis immer merken, da der Rechner verschwindet, sobald man in die Klausur klickt. Wenn ich das nächste mal das Klausur-Fenster kleiner mache, hat daneben vielleicht der Taschenrechner Platz. So weit kann ich in der Klausur aber nicht denken.

Fein, dass BKLR durch ist, durchgefallen werde ich nicht sein. Hoffe ich jedenfalls. Die kurze Unterbrechung wurde protokolliert. Keine Ahnung wessen „Schuld“ das war.

Englisch

Ja, ich habe während ich BKLR vor mir hergeschoben habe, auch fleissig für Englisch gearbeitet. Allerdings habe ich mir etwas mehr Zeit gelassen. Und durchaus auch mal zwischen den Aufgaben Zähne geputzt oder  emails beantwortet. Es waren auch englische dabei 🙂 Jedenfalls habe ich es so auf 160 Stunden gebracht. Ich kann also theoretisch recht bald den 2. Leistungstest machen.  Den ersten habe ich nach 140 Stunden  gemacht. Zuhause. Und das war echt unangenehm. Nicht am Anfang, da war es einfach. Aber nach und nach wurde es immer schwieriger. Und ständig der Zeitdruck. Und dazu dann musste man noch kapieren, wie die Aufgabe zu behandeln ist. Es wurde zwar erklärt und ein Beispiel gezeigt, aber Zeit zum nochmal durchdenken bekam man nicht. Und mal eine kurze Verschnaufpause war auch nicht möglich. In einer Aufgabenart gab es 40 Aufgaben, ich habe aber nur 30 geschafft, obwohl ich eigentlich fand, dass ich schnell war.  Aber um alle 40 zu schaffen, hätte man die Sätze nicht durchlesen dürfen und auch nicht die Antworten, sondern sofort alles mit einem Blick erfassen müssen.

Später dann musste man sich Gespräche anhören und danach die richtigen Antworten ankreuzen. Es ist nicht einfach, sich unterschiedliche Inhalte zu merken. Und die Gespräche durfte man nur ein einziges mal anhören.

Jedenfalls lag der Schwerpunkt auf Leseverständnis und Hörverständnis. Grammatik und Vokabeln. Sprechen musste man nicht. Doof ist, dass man um weiter zu kommen eine Lösung anklicken muss. Auch wenn man gar nicht kapiert hat worum es geht. Und es ist tatsächlich nervend, wenn man eine ganze Reihe an Aufgaben nicht beantworten kann.

Am Ende hatte ich als Ergebnis 560 / 800 Punkte. Keine Ahnung wie das im Vergleich zu dem Einstufungstest zu bewerten ist, aber nachdem das auch B2 ist, müsste das schon in Ordnung gehen. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich das nicht genau wissen will. Der Support von Rosetta Stone hat mir geschrieben, dass sie keine Ahnung haben und ich doch bei xy (ohne email-Adresse) oder meinem Studienanbieter nachfragen soll. Aha. Also habe ich an die Verantwortliche für das English-Modul geschrieben und gebeten, dass Sie mir doch bitte einen Vergleich von Einstufungstest und 1. Leistungstest zieht und mir ausserdem mitteilt, welches Ergebnis ich erreichen muss, um das Modul erfolgreich abzuschließen. Leider ist die Verantwortliche momentan abwesend und die Vertretung hat nicht verstanden, was ich für ein Problem habe. Also habe ich nochmal erklärt was, wo, wie und warum mit Screenshot. Eine Antwort habe ich aber noch nicht erhalten.

Das war’s. Bin jetzt echt platt und morgen ist Montag….

Jetzt fange ich parallel zu Englisch schon mal mit Marketing an. Bis Februar muss ich damit durch sein, denn das Modul wird erneuert und sobald das neue buchbar ist, kann ich keine Online-Klausur darin mehr schreiben. Zu diesem Thema haben alle eine email bekommen, bzw es steht im Modul in MyCampus. Und was ich so gehört habe, ist Marketing ein ähnlicher Brocken wie BKLR.  Hier die Info für alle „Alt-Marketingler“:

 

ISPE Klausurbericht

Wie schön – wieder ein Stück weiter. Falls ich nicht durchgeflogen bin. Aber davon gehe ich mal nicht aus.

Der Tutor hat sich auf meine email übrigens gemeldet – seiner Aussage nach war er online gewesen – das ist auch richtig, aber er war trotzdem nicht da. Er bot mir zwei Tage später ein Einzel-Turorium. Ich habe das dankend angenommen, so vor einer Klausur hat man dann doch einige Fragen. So hat er mir eine knappe halbe Stunde Fragen beantwortet. Er kam zusätzlich zu „Tutor“ als „Tutor2“ in den Raum, also gab es vielleicht tatsächlich an dem Montag ein technisches Problem.

So, nun aber zum ISPE Klausurbericht:

Es ist Freitag abend ein ganz anderes Gefühl, wenn man Samstag erst um 14 Uhr Klausur schreibt. Irgendwie entspannter.

Samstag morgens habe ich Zeit zum Ausschlafen ( super schön), dann setze ich mich nochmal hin und gehe die Dinge im Skript durch, die sich immer gern aus meinem Gedächtnis verabschieden. Genug Zeit dann, um ins Schwimmbecken zu hüpfen, zu duschen, zu Frühstücken. Das ist schon mal schön, allerdings ist auch der halbe Samstag weg, weil man kann  an nichts anderes denken, als an Klausur.

Im Studienzentrum gibt es nachmittags nur noch einen Raum für die Klausur. Der ist aber gut gefüllt. Pünktlich um 14 Uhr geht es los.

Die ersten Blätter sind MC Aufgaben. Ich kann nur jede zweite auf Anhieb. Ich nehme mir vor, heute keine Panik zu bekommen. Also lege ich alle nicht beantworteten Fragen rechts neben mich und alle beantworteten Fragen nach links. Leider habe ich rechts schließlich gefühlt einen ganzen Stapel liegen. Die MCs sind alle total komisch, haben nichts mit den Clix-Fragen zu tun und sind meist so, dass die falsche Antwort angekreuzt  werden muss. Ich finde das total verwirrend. Die offenen Fragen sind auch alle irgendwie blöd. Bei einigen weiss ich gar nicht, auf was die Frage abzielt. Ich muss ALLE Fragen 3x lesen, bevor ich mir halbwegs ein Bild machen kann, um was es da geht. Nach 45 Minuten habe ich alle Fragen die ich auf Anhieb beantworten kann, durch. Damit ich keine Panik bekomme, zähle ich nicht die Anzahl der Blätter mit den noch nicht beantworteten Fragen. Ich denke mir, ich habe ja jetzt noch die Hälfte der Zeit. Ich beantworte die drei offenen Fragen. Mal wieder glaube ich, dass meine Antworten unvollständig sind und ich nicht die volle Punktzahl bekommen werde. Bei einer Aufgabe glaube ich im Nachhinein, dass ich unsauber gelesen habe und daher die ganze Aufgabe falsch ist. Aber ich will gar nicht mehr darüber nachdenken. Am Ende habe ich noch 3 MC Fragen, mit denen ich Probleme habe. Eine rate ich mehr oder weniger, bei einer anderen soll von den vier Aussagen eine falsch sein, aber ich kann die beim besten Willen nicht identifizieren. Da kreuze ich am Ende zwar was an, schreibe aber, dass ich alle Antworten richtig finde. Die dritte kann ich schließlich doch noch lösen. Ob richtig weiß der Geier.

Ich gebe ab – mit gemischten Gefühlen. Hm – nicht so toll gelaufen.

Einsichtnahme

Jetzt kommt noch der entspannendere Teil, die Einsichtnahme von IREN und IDBS.

Die Presslufthammerklausur nehme ich mir zuerst vor. Ich habe 2 Fehlerpunkte in einer MC (ist noch das alte Format) und zwei einzelne Punktabzüge bei anderen Aufgaben. Im Grunde aber alles ok. Ich bin zufrieden, und nehme mir IREN. Das war ja eine Onlineklausur und daher war bei den MCs immer genau eine Antwort richtig. Nachdem ich die Klausur durchgeschaut habe, realisiere ich, dass ich 9 Fehlerpunkte habe weil ich ganze 3 MC Aufgaben falsch habe ! Alle offenen Aufgaben sind komplett richtig. Überall die volle Punktzahl. Wow. Ich staune – wie genial ist das denn??? Damit habe ich im Leben nicht gerechnet. Ich freue mich total, denn bei allen diesen Aufgaben ging es um das Übertragen und Anwenden des Gelernten. Dann schaue ich mir die MCs genauer an. Bei der ersten habe ich nach den 2 Monaten die genaue Definition der Begriffe vergessen. Wenn ich mir die Antworten aber anschaue, dann kann ich rauslesen, dass meine Antwort falsch sein MUSS – rein aus logischen Gründen. Das ist mir in der Klausur aber offenbar nicht aufgefallen. Ich schaue mir die nächste MC an und stutze: Entweder, ich habe einen totalen Sprung in der Schüssel, oder die IUBH hat einen Fehler gemacht. Aber je länger ich die Antwort ansehe, die angeblich richtig sein soll, desto sicherer werde ich, dass ich nicht spinne. Ich habe zwar von RE schon viel wieder vergessen, aber das ist eine so zentral falsche Aussage, dass die ganz einfach nicht korrekt sein kann. Ich schaue die dritte Aufgabe an, dort ist die FALSCHE Aussage anzukreuzen. Wenn ich nicht total bescheuert bin, dann haben die das aber offenbar übersehen. Das was da angeblich falsch sein soll ist meiner Ansicht nach richtig. Auch nach 2 Monaten kann ich noch eine Wert/Risiko Matrix skizzieren. Nachdem mir die beiden angeblich korrekten Antworten sowas von falsch vorkommen, beschließe ich, Einspruch einzulegen. Kann ja sein, dass durch die Umstellung noch falsche Antworten drin sind ( wie in Mathe und in BWL ). Und da die Onlineklausuren ja nicht im Rudel geschrieben werden, fallen solche Fehler nicht sofort auf.

Ich fülle also den Einspruch aus und begründe, warum ich der Meinung bin, dass hier was nicht stimmt. Ich mache die Einsicht eigentlich nicht, um Einsprüche einzulegen, sondern um zu sehen, was ich alles falsch gemacht habe. Aber wenn mir dann sowas wie heute unterkommt, also da wäre ich ja doof, wenn ich da nicht nachhaken würde. Verschlechtern kann ich mich nicht. Falls ich also tatsächlich mit meinem Einspruch falsch liegen sollte, dann ändert sich nichts. Wenn aber nicht, dann könnte aus der 1,7 theoretisch eine 1,0 werden. Und das wäre natürlich irgendwie genial. Da bin ich jetzt aber mal echt gespannt!

So, das war es mal wieder.

Auf zu neuen Modulen. Naja, eher:  Auf zum Bä – Modul KLR ! Ich habe jetzt kein Modul mehr, was ich einfach davor klemmen könnte 😉

IREN Onlineklausur

IREN Onlineklausur

Nachdem ich an diesem Modul ja schon (mit Unterbrechungen) recht lange herummache, hing es mir am Ende schon ganz schön zu den Ohren heraus. Obwohl ich noch wirklich nicht sicher mit EPK und BPMN war, wollte ich am 28.6.17 die Klausur schreiben. Und ich habe es durchgezogen.

Mittwoch 17:00 , ich räume meinen Schreibtisch im Büro auf und beantragte um 16:26 Uhr einen Proctor. Der aber lässt auf sich warten … warten…. warten ….. Nach 10 Minuten immer noch nix. Nach 20 Minuten schreibe ich eine email an den Überwachungsservice „Please, let me start the exam !!!“

Und wow, 30 Sekunden später geht es endlich los.  Ich muss die Verbindung über mein Handy aufbauen, mein Ausweis zeigen, den Schreibtisch abfilmen und einen 360° Scan meines Klausurraumes abliefern. Der Proctor ist zufrieden und schaltet meine Klausur frei.

Insgesamt 20 Aufgaben und tierisch viele MCs – so kommt mir das jedenfalls vor.  Die sind nicht einfach und man muss aufgrund von Negation sehr aufpassen. Ich hoffe, die stimmen alle. Die 6 Punkte Aufgaben klappen auch, wobei ich im nachhinein glaube, dass ich bei der Deutung des UML-Aktivitätsdiagramms leider einen Fehler reingebastelt habe. Genau weiß ich es nicht mehr und ehrlich, ich habe auch keine Lust, mir den Kopf darüber zu zerbrechen.

Als ich die letzten beiden Aufgaben durchlese – jeweils 10 Punkte Aufgaben – denke ich nur „shit, was soll ich da denn schreiben???“ Ich habe noch 30 Minuten Zeit. Ich sauge mir was aus den Fingern, natürlich was, was zur Fragestellung irgendwie passen könnte / müsste. Ich bemühe mich, das auch mit ein wenig rotem Faden rüber zu bringen. Ich schreibe was mir schlüssig vorkommt. Keine Ahnung ob es das ist was da hingehört, aber ich werde dafür hoffentlich ein paar Punkte bekommen.

Ich habe keine Zeit mehr, die Klausur durchzuschauen. Werde gerade noch so fertig. 10 Sekunden bevor sich die Klausur von alleine abgeben würde, gebe ich sie selber ab. Ich bin einfach nur froh, dass ich dieses Modul weg habe. Ich schätze, ich werde kein Requirement Engineer.

Interessant jedenfalls die Tatsache, dass ich – obwohl ich mir etwas schwer getan habe mit dieser Klausur – ich zur Abwechslung mal keinen Panikanfall bekommen habe. Es ist  also offenbar tatsächlich so, dass eine gewohnte Umgebung sehr entspannend wirkt.

Wunderbar, endlich kann ich mich neuen Inhalten zuwenden. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

 

IDBS Presslufthammer Klausur und Einsichtnahme

Klausurbericht IDBS Datenmodellierung und Datenbanksysteme bzw IDBS Presslufthammer Klausur

Geschafft, erledigt, hinterMir, ZeitZumAtmen

Von DIESER Klausur werde ich noch meinen UrEnkeln erzählen. Hammer, Hammer, Presslufthammer! Und zwar direkt ein Stockwerk über den Klausurräumen. Also quasi  IM Klausurraum. Ehrlich – ich bin schon viel gewohnt und kann auch viel ab. Aber das war über die Grenze hinaus, also noch nicht mal mehr grenzwertig. Eine Zumutung!

Tür zum Klausurraum Die halbe Stunde vor der Klausur gehe ich fest davon aus,  dass der Lärm spätestens zu Beginn der Klausur aufhört. Nachdem die Klausuraufsicht aber unbeeindruckt versucht, uns über den Lärm hinweg die Regeln in der Klausur zu vermitteln, werde ich unsicher. Nachdem keiner bislang was dazu gesagt hat, hebe ich schüchtern den Arm. Fast wie in der Schule.  Ich frage hoffnungsvoll aber besorgt: „Der Lärm da hört aber dann schon auf, oder?“ . Die Antwort verheist nichts Gutes. Sieht nicht so aus. Ich staune innerlich. „Das kann doch wohl nicht sein!“,  denke ich. Aber sich darüber jetzt tiereisch aufzuregen traue ich mich nicht, denn das raubt mir die Konzentration. Die Klausuren werden ausgeteilt und wir dürfen anfangen. Mit Presslufthammer. Ich ärgere mich darüber, dass ich meine Kopfhörer von Zuhause nicht mitgenommen habe. Die schließen meine Ohren gegenüber der Umwelt zwar nicht komplett ab, aber doch so, dass ich damit eine kleine „Lernwelt“ schaffen kann. Und nun sitze ich hier in der Klausur und habe 10x so viel Lärm , wie ihn meine Kinder nicht produzieren könnten, auch wenn es doppelt so viele wären. Ich schaue aus dem Fenster, fühle mich hilflos und frage mich, wie ich mich denn da konzentrieren soll. Aber es geht nicht anders, ich lege also los.

Ich schaffe es, mich zu konzentrieren und den Lärm auszublenden. Nicht durchgängig leider, immer mal wieder tauche ich auf, realisiere den Mega-Lärm, denke an LÄRM, versuche wieder abzutauchen in die Klausuraufgaben. Die verlangen eine Monster-Konzentration. Ich merke, dass ich total gestresst bin. Wegen des Lärms natürlich auch, aber hauptsächlich, weil ich total Angst habe, zu wenig Zeit zu haben. Und das bewirkt, dass ich plötzlich wieder daran denke, was denn ist, wenn ich alle die Aufgaben nicht schaffe, weil ich einen Knoten im Gehirn habe. Schätze Psychologen nennen sowas „Versagensängste“. Immerhin habe ich mich genug gut im Griff, um mir zu sagen was ich jetzt mache: Nämlich eine Aufgabe nach der anderen. Nicht schauen, wie viele Aufgaben noch vor mir liegen und die Aufgaben überspringen, bei denen ich nicht sofort weiß was ich schreiben soll.

Das Angebot

Als ich ca. 35% der Klausur geschafft habe, fängt die Klausuraufsicht an zu sprechen. Sinngemäß: Leider ist es wirklich sehr laut, das ist auch für die Klausuraufsicht eine Zumutung, aber sie können den Bauarbeitern nicht verbieten, ihre Arbeit zu machen. Er kann uns aber 10 Minuten mehr Zeit geben als Ausgleich. MEHR ZEIT – das klingt für mich wunderbar. Da können gleich noch mehr Presslufthämmer herkommen. 10 Minuten – wunderbar. Das entspannt mich zwar nicht ganz, aber irgendwie hat es einen positiven Einfluß auf mich. Nun kommt die zweite Klausuraufsicht und bietet uns an, die Klausur abzubrechen und nochmal zu schreiben irgendwann im Juli. Natürlich ohne, dass ein Fehlversuch gewertet wird. Ich überlege. Aber meine Panik habe ich ja gerade gut im Griff und die Vorstellung, mir den Klausur-Stress für ein Modul gleich zweimal anzutun, macht mich nicht an. Außerdem bin ich durch die extra-10-Minuten schon fast so entspannt wie in der Schaumbadewanne Samstag abend.

Ich versinke also wieder in meiner Klausur. Nach 60 Minuten bin ich durch. Na ja, nicht ganz, eine offene Aufgabe und eine MC Aufgabe sind noch unbearbeitet. Aber nun habe ich 30 Minuten plus 10 Minuten Zeit, um mein Gehirn ohne „PanikIchHabeKeineZeitMehr“ zum Denken zu benutzen. Das ist im Grunde meine Strategie. Und die ist schonmal gut. Ich löse die fehlenden Aufgaben. Ohne diese Zeitpanik im Genick geht das dann auch. Ob richtig, weiß ich leider nicht. Ich hoffe das aber natürlich.

Ich habe jetzt noch knapp 25 Minuten, um die Klausur nochmal von vorn durchzuschauen. Ich finde mindestens 3  fette Fehler. Oha. Aber pünktlich gebe ich ab. Ich freue mich.  Durchgefallen werde ich nicht sein, wie viel falsch ist, kann ich nicht abschätzen, momentan finde ich jedenfalls noch, dass das meiste so stimmen müsste.  Jetzt kommt der entspannende Teil: Die Einsichnahme.

IPWA Einsichtnahme

Einsichtnahme bei einer 1.0. Das ist schön. Da ist so viel richtig 🙂 Daher wundere ich mich, als ich realisiere, dass ich tatsächlich bei den ersten vier MC Aufgaben ( erste 2 Blätter)  jeweils 1/2 Fehler habe. Insgesamt also 2 Fehler. Mehr kommen bei IPWA1 aber nicht dazu. Also echt – die einfachsten Fragen ÜBERALL was falsch! Wobei:  Von den vieren finde ich eine Antwortmöglichkeit die angekreuzt hätte werden müssen zwar richtig, aber das war eindeutig KEINE Antwort auf die Frage die dazu gestellt war. Daher habe ich sie nicht angekreuzt. Ein halber Fehler geht auf das Konto „genau Lesen ist von Vorteil“  und bei den letzten beiden halben Fehlern habe ich es nicht besser gewußt. Bei den offenen Fragen habe ich einen Fehler gemacht, der mir recht schnell nach der Klausur aufgegangen ist, netterweise hat den der Korrektor aber nicht bemerkt. Aber hätte sowieso an der Note nichts geändert. Dann schaue ich IPWA2 an. Hier habe ich insgesamt 3,5 Fehler. Aber zur Abwechslung mal keine MC falsch. Dafür habe ich bei einer offenen Frage im Code aus Versehen einen Teil weggelassen und dadurch 2,5 Punkte verloren. Und dann – echt fies – habe ich einen ganzen Punkt verloren, weil ich bei einem Codeabschnitt ganz am Ende vergessen habe, die geschweifte Klammer zu schließen. Also echt – das finde ich schon heftig. Code auf Papier ist ja sowieso schon ein Unding. Und da dann einen ganzen Punkt dafür abzuziehen. Naja. Wenn ich das mit dem übersehenen Fehler in IPWA1 verrechne, ist das auch ok 🙂

Ich blättere also entspannt durch die Klausur und plötzlich: totenstille. Die Bauarbeiter haben Mittagspause! Das ist schon mal eine ganz andere Atmosphäre. Eine, die eigentlich für eine Klausur selbstverständlich sein sollte.

So stressig die Zeit vor und während der Klausur ist, so wunderbar ist sie danach.

Allerdings will ich ja schon recht schnell die nächste schreiben. IREN. Online. Und ohne Presslufthammer.

IPWA Klausur

I did it. Wow bin ich froh! Ich brauche auch immer einen Tag, um mich wieder zu normalisieren. Ich habe die IPWA Klausur (Programmieren von Webanwendungen mit Java) geschafft! Spannenderweise habe ich die Onlineklausur in IOBP (Objektorientierte Programmierung mit Java) als weniger stressig empfunden als das gestern.

Gestern stand ich irgendwie hauptsächlich mit der Uhrzeit in Konflikt. Aber von vorn:

IPWA Klausur – Mein Klausurbericht

Alles super und pünktlich bin ich im Münchner IUBH-Zentrum. Um genau 10 Uhr geht es los. Und die Uhr im Klausurraum ist auch korrekt eingestellt. Nach einer Stunde bin ich mit der ersten 90-Minuten-Klausur fertig. Das sind glaube ich an die 24 Fragen und noch das alte Format. Obwohl ich  2 Wochen vor der Klausur fast nur noch mit Stift und Papier geübt habe, fällt mir das plötzlich total schwer. Ich bin unendlich irritiert über massenweise Platz für  Antworten auf Fragen, die gerade mal eine Zeile brauchen ( meist Code). Demgegenüber offene Fragen, wo man „kurz“ irgendeine Definition zu irgendein Thema geben soll mit nur 4 Zeilen, wo ich problemlos eine halbe Seite und mehr voll bekommen hätte.  Ist die Frage, was ist „kurz“. „Beschreiben Sie kurz…“ keine Ahnung, ob das was ich von mir gebe auch  das ist, was die hören wollen.  Dann habe ich manchmal echt Mühe zu verstehen, was die Fragen mir sagen sollen.  Oft steht kleingedruckter farbiger Code dabei. Teilweise muss ich das alles 3x lesen, bis ich kapiere, um was es geht. Ohne meine Antworten dann nochmal durchzugehen,  mache ich mich dann sofort an Teil 2 . Ich bin zufrieden, dass ich praktisch  30 Minuten gespart habe  um die für den zweiten Teil zu nutzen oder auch zum Korrekturlesen noch habe.

Aber in IPWA2 tauchen schon auf Seite 4 oder 5  die ersten Fragen auf, die ich nicht so schnell beantworten kann. Meine Gehirnwindungen verknoten sich und ich muss die Aufgaben auf die Seite legen. Eine Aufgabe beginne ich, dann bin ich aber plötzlich so durcheinander, dass ich nicht weiß, ob ich gerade den letzten Mist mache und so lege ich auch die Aufgabe weg. Zu diesem Zeitpunkt denke ich „Ich schaff das nicht!!! Und: Mist, ich habe nur noch eine halbe Stunde Zeit! Shit shit shit“ . Kurz schießt es mir durch den Kopf, dass ich das jetzt total in den Sand setze, obwohl ich eigentlich doch alles können müsste. Jetzt aus dem Raum rennen bringt aber nichts, also reiße ich mich zusammen und mache einfach weiter.  Am Schluß dann zwei  Mega-Aufgaben, wo mir vor lauter Tabellen und komischen IDs und eigenartigen Fragezeichen alles vor Augen verschwimmt. Offenbar hat die IUBH ein pdf-Zeichen-Problem. Als ob das nicht alles eh schon total anstrengend ist  unter Zeitdruck zu kapieren, sind sämtliche Doppelpunkte als  kleine umrandeten Fragezeichen dargestellt. Am Anfang denke ich noch was soll das denn für ein Zeichen sein, was ich nicht kenne?!?!? Aber dann ignoriere ich es einfach. Und um 12:30 Uhr bin ich durch. Ich habe also die ganzen 90 Minuten für den zweiten Teil gebraucht. Ok fertig, denke ich,  hab alles, aber kann nichts mehr durchschauen. Ich mache den Stift zu, schaue auf die Uhr. Hä? Es ist ja erst 12:30 Uhr –  Ich habe doch Zeit bis 13:00 Uhr!!! Also noch eine halbe Stunde :-))) Und ich stresse mich so!

Ok – also packe ich IPWA1 wieder aus, lese alles durch und ergänze.  Nach 15 Minuten dann IPWA2. Hier korrigiere  ich dann bei der letzten Aufgabe noch was grundlegendes. Ich hoffe natürlich, dass ich richtig korrigiert habe und nicht falsch. Aber auch jetzt , einen Tag später, glaube ich noch, dass ich richtig liegen müsste. Es ist schon nicht so einfach ein Klassendiagramm mit den korrekten Kardinalitäten aufzustellen. Besonders in so einer Klausursituation. Hatte mit Kassen, Einkäufen und Produkten zu tun. Ich sitze also in der Klausur und stelle mir vor,  ich stehe  in der Müller-Drogerie an der Kasse mit meinem Einkauf. Das hilft mir  diesen Wust aus Tabellen in einen eigentlich einfachen Sachverhalt zu transferieren.

5 Minuten vor 13 Uhr schaue ich mich im Klausurraum um: Keiner mehr da!!! Ich bin die letzte. Ja wo sind die denn alle hin?? Wann sind die denn gegangen??? Offenbar war ich komplett ausgebeamt.

Vor dem Klausurraum sitzen schon die Schreiberlinge für den Nachmittagstermin. Aber ich habe die IPWA Klausur hinter mir und mache mich auf in den nächsten Klausurraum, um dort Einsicht in meine IOBP-Klausur zu halten.

IOBP KlausurEinsicht

Ich bin froh, dass die Klausuraufsicht den offenbar zuerst gehegten Gedanken, mich auf 14 Uhr zu verschieben beiseite legt und mich bittet Platz zu nehmen.

Hübsch sieht so eine gedruckte Onlineklausur aus! Sauber, farbig. Überraschenderweise habe ich meine Fehler komplett falsch eingeschätzt. Die Klausur ist nicht in zwei Teile aufgeteilt, mit zwei Noten,  sondern mir liegen ganz einfach 40 Aufgaben vor. 1-20 müssten IOBP1 sein und der Rest IOBP2. Ich habe insgesamt 4 MC Aufgaben falsch und damit schon mal 12 Fehlerpunkte eingefahren! Also für alle zukünftigen IOBPler: Passt auf! Da ist die eine oder andere fiese Antwort  dabei. Erst jetzt geht mir auf, dass „modellieren“ nicht „implementieren“ ist. Überliest man leicht. Hätte ich mir diesen Fehler gespart, dann hätte ich eine 1.3 eingefahren.

Die Aufgaben, bei denen ich unsicher war und auch bei einer offenen Frage, wo ich einfach auf gutGlück mal was notiert habe, was ich nicht mehr wusste, aber dachte könnte so gehandelt werden war komplett richtig! Und – ich staune: Auch diese beiden „Programmieraufgaben“ sind nicht so falsch wie ich dachte. In IOBP1 bekomme ich bei der entsprechenden Aufgabe ganze  8 von 10 Punkten und in IOBP2 ist laut Korrektor alles was ich geschrieben habe richtig, nur fehlt  der zweite Teil der Aufgabe. Ich bin aber zu dem Zeitpunkt schon so fertig, dass ich nicht mehr nachvollziehen kann, was ich da eigentlich gemacht habe. Und da nur der eine Teil der Aufgabe gelöst ist, bekomme ich 5 von 10 Punkten. Dann suche ich ungefähr 10 Minuten nach der Aufgabe, die die IUBH in meinen Augen mit einem Fehler gestellt hat, so dass es zwei richtige Aussagen gab. Aber ich finde sie nicht mehr. Sie ist einfach weg! Ich vermute, dass sie mir als richtig angerechnet wurde, obwohl ich nicht das angekreuzt hatte was die IUBH eigentlich als richtig vorgesehen hatte und diese Aufgabe dann einfach eliminiert wurde.

Eine Einsicht zu halten nach 3 Stunden IPWA Klausur ist eigentlich sinnfrei. Mache ich auch nicht nochmal. War da einfach nur platt und konnte mich auch nicht so schnell in das andere Modul umschalten.

So geht es weiter

Ich arbeite schon seit 3 Wochen an IREN ( Requirement Engineering). Zu spät habe ich realisiert, dass es geschickter gewesen wäre, zuerst mit IDBS ( Datenmodellierung und Datenbanken) anzufangen. Relationale Datenbanken – das knüpft gut an IPWA an. Da ich IREN ja online schreiben kann, hätte ich das irgendwann im Mai machen können und für IDBS den Klausurtermin genutzt. Aber nachdem ich jetzt wieder mal erfahren habe, wie schlecht ich unter Stress logisch denken kann, bzw wie schwer mir das fällt, traue ich mich nicht, die Datenbankenklausur schon im Mai Klausur zu schreiben. Ich hab ja keine Ahnung, wie schnell oder langsam ich da bin. Und ich muss den Stoff bombensicher haben, weil ich in der Klausur nur mit gefühlten 40% Gehirn ausgestattet bin.

So, das war es für heute, jetzt fange ich an zu lernen. Gaaaanz entspannt 🙂

IOBP Onlineklausur

Jaaaaa – ich habe mich getraut. IOBP habe ich heute Nachmittag online geschrieben. 3 Stunden – puuuuh!

Probeklausur

Letzte Woche Mittwoch habe ich eine überwachte Testklausur geschrieben. Coole Sache. War  gut das vorher mal zu machen. So konnte ich ohne Stress die technischen Dinge richten. ZB dass MegaMeeting auch aufs Video zugreifen darf 🙂

Onlineklausur

Und heute habe ich mich endlich dran gewagt. Letztes Wochenende  habe ich mal gedacht, ich könnte hier was schreiben, aber ich war schon wieder so am „michStressen“, dass ich das dann besser gelassen habe.

Es ist soweit gut gelaufen. Leider konnte ich in jedem Modul jeweils eine offene Aufgabe nicht so richtig lösen. Mit dem „Programmieren“ ohne Entwicklungsumgebung hapert es leider noch gewaltig. Mit compareTo stehe ich leider auf Kriegsfuß.  Ich war nach knapp 2 Stunden mit den Klausuren durch, bis auf diese zwei Aufgaben. Die habe ich dann noch 60 Minuten verschlimmbessert (!! ohWEIA), vor allem die eine, so dass sie dann richtig daneben war. Schade. Aber der Rest sollte nicht so verkehrt sein. Hoffe ich. Ausser ich bin in irgendwelche fiesen Fallen getappt ….

Also wer sich nicht so blöd anstellt beim Programmieren wie ich, der schafft das problemlos. Vor allem auch mit der Zeit. Das ist schonmal gut zu wissen.

Jetzt mag ich mich nicht mehr mit der Klausur beschäftigen. Ich will weiter Programmieren üben, so dass ich irgendwann nicht mehr so erbärmlichen Mist schreibe. IPWA und IREN, mit den beiden Modulen beschäftige ich mich jetzt.

Yeeeaaah !

 

Klausur Mathe IMT02

Puh

So also mit dem neuen MC Klausurenformat wurde offenbar alles überarbeitet. Jedenfalls hat die alte Musterklausur nicht viel gemeinsam mit den neuen Klausuren. Und mit 20 Fragen war das auch ganz schön viel. Jedenfalls kam ich schon ziemlich ins Schleudern. Und das obwohl ich eigentlich fand, dass ich das Zeug  konnte. Aber unter Zeitdruck bin ich leider nicht so die beste Denkerin. Schade, denn 30 Minuten nach der Klausur fiel mir einfach spontan eine korrekte Lösung zu einer Aufgabe ein. Ist irgendwie immer das gleiche…. „WIE DOOF bin ich eigentlich?“ ist offenbar meine Standardfrage an mich nach einer jeden Klausur.

Knoten im Gehirn oder Fehler in der Klausur?

Eine Sache hat mich auch Zeit gekostet und ich frage mich immernoch, ob ich schief geguckt habe, oder ob die einen Fehler in der Aufgabe bzw den Lösungen  hatten. Nachdem ich mich jetzt mit einem Blick in Skript versichert habe, dass ich Zeilen-und Spaltenindex NICHT vertauscht habe – glaube ich, dass der IUBH ein Fehler reingerutscht ist und KEINE der 4 Lösungsmöglichkeiten einer MC Aufgabe richtig war. Allerdings habe ich mich nicht getraut, das der Klausuraufsicht zu sagen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich nicht was falsch habe. Ich habe nur daneben geschrieben, dass meiner Ansicht nach alle angebotenen Lösungen falsch sind. Aber wie gesagt, nicht mal jetzt bin ich mir sicher, ob ich nicht meine Gehirnwindungen verknotet habe. Da aber ja wohl alle Aufgaben neu sind, liegen Fehler durchaus im Bereich des Möglichen.

Naja – DAS hat mich gestresst. Und natürlich auch die Aufgaben wo ich überhaupt nicht kapiert habe was die von mir wollen und ich durchschnittlich nur 4,5 Minuten pro Aufgabe hatte. Jedenfalls habe ich die Klausur von vorne bis hinten durchgearbeitet. Alle Aufgabenblätter die ich auf Anhieb komplett konnte, hab ich links abgelegt und alles, wo ich stecken blieb nach oben rechts gepackt. Als ich dann nach ca. 70 Minuten durch war, hab ich mich an die 4 Problemaufgaben gemacht. Leider kam mir die Lösung der einen erst 30 Minuten nach der Abgabe :-/ Einfach , einfach, einfach – aber mei – wer sich nicht viele schöne Nullen in einer Matrix   zunutzen macht, der ist eben doof.

Pünktlich nach 90 Minuten habe ich dann abgegeben, obwohl ich nicht fertig war. Aber geht ja nicht anders. Und dann kam die

Klausureinsicht von BWL1 und 2

Ja – da war ich jetzt schon echt neugierig. WIE habe ich es zu einer 2.0 gebracht? Tatsächlich waren alle MC von BWL 1 richtig, auch die eine, wo ich total unsicher war. Ich habe für alle Aufgaben alle Punkte bekommen und nur bei den offenen Fragen hier und da Punktabzug. Bei BWL 2 war es das gleiche, alle MC korrekt. Und für die eine offene Aufgabe, wo ich mir hinterher gedacht hatte „Wie doof bin ich eigentlich?“ habe ich die volle Punktzahl bekommen. Weil ich  nämlich alles so geschrieben habe, dass es gar nicht aufgefallen ist, dass ich eigentlich über ganz was anderes schreibe. Haha – DAS muss man erstmal können!!!

Ach ja – und dann gab es in der BWL2 – Klausur offenbar einen Fehler: Bei einer MC Aufgabe waren durch einen „Druckfehler“ zwei Antworten falsch, aber man durfte ja nur eine falsche ankreuzen. Diese Aufgabe wurde nicht gewertet.

Nach 30 Minuten war die Klausureinsicht beendet, ich hatte keine Einwände – war ja total glücklich über die Note.

Jetzt steht Java OOP an und ich will versuchen noch ein zweites Modul gleichzeitig zu bearbeiten, aber ich weiss noch nicht welches. Und ob ich das schaffe weiss ich auch nicht. Aber ich will etwas schneller vorankommen. Wie genau das plane ich jetzt heute und morgen, oder übermorgen oder so in 3 Jahren. Scherz….

Jedenfalls freue ich mich, wieder ein Modul geschafft zu haben.

BWL 1 und 2 Klausur

BWL 1 und 2 – oh man – das hat mich mal wieder geplättet. Gute Nachricht: ich lebe noch. Schlechte Nachricht: Ich habe leider so manches durcheinandergeworfen und dadurch sicher viele Punkte verloren.

BWL Bücher

Aber von Anfang:

Die letzte Woche war tierisch stressig, weil ich das Gefühl hatte, dass ich mir nichts merken kann, alles vergesse oder alles durcheinanderbringe. BWL 1 und BWL 2 gleichzeitig ist echt wahnsinnig viel Stoff für jemanden, der nicht mal in der Schule Wirtschaft hatte. So viel Theorie. Und alles runtergebrochen bis ins Detail. Wenn ich das so vergleiche mit den bisherigen Klausuren und Skripten: BWL 1und 2 sind da der Hammer.

Ich wurde also zunehmend nervöser und war schon am Überlegen, ob ich nicht krank bin und mich deshalb abmelden muss. Aber dann dachte ich wieder, so ein bisschen Mut zur Lücke wäre auch mal nicht verkehrt.

BWL 1 und 2 Klausur

Um 9:20 Uhr stehe ich mit meinem Mann vor der IUBH in München und staune: Alles Baustelle. Und ein Zettel mit einer Beschreibung, wo die Prüfungen ab dem 19. August stattfinden. Gerade wollen wir uns schon dorthin in Bewegung setzen, als jemand rauskommt und erklärt, dass das nur für das  DUAL-Studium gelte. Puh – Glück gehabt. Das hätten die aber vielleicht etwas deutlicher hinschreiben können !

In meinem Gehirn ist alles durcheinander, aber ich finde den 4. Stock und auch den Klausurraum. Alles läuft bestens und ich schaue nochmal ins Skript. Aber eigentlich weiss ich bei der Masse nicht was ich mir anschauen soll.

BWL 1

Zuerst kommt BWL1 und ich kann die MC alle lösen bis auf eine. Da habe ich mehrere Bretter vorm Kopf und bekomme die auch nicht weg. Das neue Format ist aber schon eine Hilfe.   Bei den offenen Fragen versuche ich mich bei der ersten an die genauen Begriffe zu erinnern, leider gelingt mir das nicht ganz und so kann ich das Wissen welches ich eigentlich habe leider nicht sicher zuordnen. Dabei ist das etwas wo ich mich noch gefragt habe, ob ich das auswendig lernen soll. Leider habe ich das nur etwas halbherzig getan weil ich fand dass das sowas von nicht wichtig ist. Falsch gedacht….  Gut dass ich mir während der Klausur einbilde, dass ich alles richtig habe.

Bei den anderen Fragen habe ich jedenfalls auch überall was hingeschrieben. Aber tatsächlich bin ich immernoch so gestresst, dass ich nicht mehr weiss welche Fragen da kamen.

BWL 2

Nach knappen 40 Minuten wechsle ich zu BWL 2. Mit den MC Fragen komme ich gut zurecht, bei einer brauche ich länger, weil es zu berechnen ist und ich erstmal den kompletten Ausdruck in meinen Taschenrechner kriegen muss. Mit Bruch und  Wurzel 😉 . Die offenen Fragen kann ich alle beantworten, leider bringe ich zwei Begriffe durcheinander, so dass ich die 8 Punkte Aufgabe in die Tonne kloppen kann, obwohl ich die gewußt hätte. Wie doof bin ich eigentlich ??  Tja – im Prüfungsstress passiert sowas leider. Immerhin kenne ich diesen Begriff jetzt bis an mein Lebensende … grrrr

Eine Teilaufgabe von vier kann ich bei der 10 Punkte Aufgabe nicht beantworten – keine Ahnung was ich da hätte schreiben können/sollen/müssen.

Ich habe mich so gequält mit „Marketing und Vertrieb“ und davon kam NICHTS dran.

Ich nutze dann noch die Zeit bis zum Ende und kreuze auf gut Glück bei BWL1 noch die Antwort an, die mir am plausibelsten erscheint. Weil rechnen geht nicht mehr.

Also habe ich eine Teilaufgabe von insgesamt 4 gar nicht (BWL2), eine (mit vielen Punkten) ziemlich ganz falsch (auch BWL2)und eine zu 3/4 falsch (BWL1). Dazu dann noch die Fehler und Unzulänglichkeiten, die mir noch nicht bewußt sind. Ich schätze das wird irgendwas zwischen 3,0 und 4,0. Ich hoffe sehr, dass ich nicht durchgefallen bin. Schade natürlich für meinen Schnitt. Aber wenn ich mich nicht in allen weiteren Modulen so doof anstelle dann macht das nichts.

Generell

BWL ist interessant. Und ich werde mir in den nächsten Monaten auch nochmal die Bücher genauer anschauen, die ich mir besorgt habe. Ohne diesen Klausurstress. Denn diese Grundlagen müssen schon da sein und eben auch die Begrifflichkeiten (wobei ich die, die ich nicht wußte NICHT lernen werde weil das ist echt bescheuert!).

Merkwürdig finde ich, BWL1 und 2 in nur 90 Minuten zu schreiben. Eigentlich müssten das jeweils 90 Min sein und es wäre auch jeweils 5 ETCS wert vom Arbeitsaufwand. Zum einen muss man beide Skripte faktisch auswendig lernen und dann alles noch praktisch anwenden können. Für BWL2 bekommt man nur 2 ETCS Punkte, obwohl das Skript massig ist.

Na rum ums Eck – ich habe die Klausur hinter mir ( wenn auch nicht den Stoff, denn der ist absolut relevant) und hoffe nicht nochmal schreiben zu müssen.

Und an alle die nur BWL2 schreiben müssen: Ihr habt es gut !!! Das ist ein klarer Vorteil.

An alle die noch beide schreiben müssen: Lernt auch die Aufzählungen (mit Überschriften!), bei denen ihr vielleicht denkt, dass das nicht so wichtig ist.

Jetzt werde ich die Klausur versuchen zu vergessen… denn

…. ich freu mich total auf die neuen Skripte Java1 und2 und Mathe2  !